Ein Relaunch ist für viele Websites der gefährlichste Moment ihres Lebens. Nicht weil neue Technik oder frisches Design schaden würden, sondern weil beim Umzug Dinge verloren gehen die Google über Jahre gelernt hat: Adressen, Inhalte, Zusammenhänge. Die gute Nachricht: Rankingverluste nach einem Relaunch sind fast immer die Folge vermeidbarer Fehler. Wir haben diesen Sommer unseren eigenen Auftritt komplett neu gebaut und jeden der folgenden Handgriffe selbst durchexerziert, deshalb entsteht diese Relaunch-Checkliste aus frischer Erfahrung.
Warum Rankings nach einem Relaunch einbrechen
Der häufigste Fehler ist banal: URLs ändern sich und niemand kümmert sich um die alten Adressen. Google kennt Ihre Seiten unter ihren bisherigen URLs, dort hängen Verlinkungen, Historie und Vertrauen. Verschwinden diese Adressen ins Leere startet die neue Seite bei null. Ähnlich schädlich: Inhalte werden beim Umzug radikal gekürzt weil die neue Optik weniger Text verträgt, Seiten werden ohne Plan zusammengelegt oder die interne Verlinkung zeigt noch wochenlang auf alte Ziele. Und manchmal ist es ein einziges vergessenes Häkchen, ein noindex aus der Entwicklungsumgebung, das die komplette Website aus dem Index wirft.
Die Checkliste vor dem Livegang
Erstens: eine vollständige Liste aller alten URLs erstellen und für jede entscheiden wohin sie künftig führt. Zweitens: jede geänderte Adresse per 301-Weiterleitung direkt auf ihr neues Ziel schicken, einzeln und ohne Umleitungsketten, denn jede Kettenstufe kostet Zeit und Signalkraft. Drittens: Titel, Überschriften und die inhaltliche Substanz gut rankender Seiten erhalten, ein Relaunch ist selten der richtige Zeitpunkt um bewährte Texte zu entkernen. Viertens: alle internen Links auf die neuen Adressen umstellen statt sich auf Weiterleitungen zu verlassen. Fünftens: Ladezeit und Mobildarstellung prüfen, denn die neue Technik soll besser sein als die alte, nicht nur hübscher.
Direkt nach dem Livegang
Sobald die neue Seite online ist gehört die aktualisierte XML-Sitemap in die Google Search Console. Damit stoßen Sie das Crawling der neuen Struktur aktiv an statt zu warten bis Google von allein vorbeischaut. In den Tagen danach lohnt der tägliche Blick in die Berichte: Tauchen 404-Fehler auf, greifen die Weiterleitungen, werden die wichtigen Seiten indexiert? Kleine Nacharbeiten in dieser Phase sind normal und kein Grund zur Sorge.
Was in den ersten Wochen normal ist
Rechnen Sie mit Bewegung. Google bewertet die neue Struktur neu und in den ersten zwei bis sechs Wochen können Positionen schwanken, einzelne sogar vorübergehend nachgeben. Das ist der übliche Verlauf und kein Alarmsignal solange die Richtung stimmt. Eine ehrliche Bewertung ob der Relaunch trägt ist nach zwei bis drei Monaten möglich. Wer in dieser Zeit hektisch weiter umbaut macht es Google unnötig schwer die Seite neu einzuordnen.
Unser Fazit
Ein Relaunch ist kein Risiko wenn man ihn wie einen Umzug behandelt: Jede Adresse bekommt einen Nachsendeauftrag, das Wertvolle kommt mit und danach schaut man regelmäßig nach ob alles angekommen ist. Wenn Sie einen Relaunch planen und sicherstellen wollen, dass Ihre Sichtbarkeit den Umzug übersteht, begleiten wir Sie gern mit einem Website-Relaunch mit SEO-Absicherung, von der URL-Liste bis zur Kontrolle nach dem Livegang.