Glossar

RAL, HKS, RGB und CMYK: Farbsysteme einfach erklärt

Warum sieht das Firmenblau auf dem Bildschirm anders aus als auf der Visitenkarte, und auf dem Firmenwagen schon wieder anders? Weil Farbe je nach Medium in unterschiedlichen Systemen beschrieben wird. Die vier wichtigsten heißen RAL, HKS, RGB und CMYK, und wer sie einmal verstanden hat, versteht auch, warum ein Logo ohne definierte Farbwerte früher oder später in zehn Blautönen existiert.

RGB: Farbe aus Licht

RGB steht für Rot, Grün und Blau und ist das System der Bildschirme: Monitore, Smartphones und Fernseher mischen jede Farbe aus diesen drei Lichtfarben. Je mehr Licht, desto heller, weshalb RGB besonders leuchtende Töne kann, die sich gedruckt nie ganz erreichen lassen. Alles, was auf Ihrer Website zu sehen ist, ist in RGB definiert, meist als Hex-Code wie #1371A3.

CMYK: Farbe aus Druckfarbe

CMYK steht für Cyan, Magenta, Yellow und Key (Schwarz), die vier Druckfarben, aus denen im Standarddruck alle Töne gemischt werden. Weil hier Farbe auf Papier statt Licht auf Glas entsteht, wirken dieselben Werte gedruckt gedeckter als am Monitor. Jede Druckdatei, vom Flyer bis zum Briefpapier, braucht deshalb CMYK-Werte, sonst überlässt man die Umrechnung dem Zufall, und der entscheidet selten im Sinne der Marke.

HKS und RAL: Farbe nach Nummer

HKS ist ein deutsches System aus fest angemischten Volltonfarben für den Druck: Statt eine Farbe aus vier Grundfarben zu mischen, wird sie fertig angerührt aufgetragen. Das garantiert absolute Gleichheit über alle Druckauflagen hinweg, weshalb viele Unternehmen ihre Hausfarbe als HKS-Nummer festlegen. RAL wiederum ist das Nummernsystem für Lacke und Beschichtungen: Fahrzeuge, Fassaden, Schilder, Maschinen. Wer schon einmal "RAL 5010 Enzianblau" bestellt hat, weiß, dass am Ende exakt dieses Blau geliefert wird, egal von welchem Hersteller.

Warum definierte Farben über die Marke entscheiden

Ein professioneller Markenauftritt legt für jede Hausfarbe alle vier Werte fest: RGB für Bildschirme, CMYK für den Druck, HKS für Volltonanwendungen und RAL für Beschriftung und Lack. Genau diese Definitionen gehören bei uns zu jedem Logodesign dazu, damit Visitenkarte, Website und Firmenwagen dieselbe Sprache sprechen. Fehlen sie, schätzt bei jedem neuen Auftrag jemand anders die Farbe neu, und die Marke franst sichtbar aus. Farbdefinition ist deshalb keine Designer-Pedanterie, sondern gelebte Wiedererkennung.

Sie möchten mehr solcher Begriffe verstehen? Im Glossar wird die Bedeutung der wichtigsten Fachwörter rund um Websites einfach erklärt, verständlich und ohne Fachchinesisch.

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