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Was kostet eine Website? Ehrliche Zahlen aus der Praxis

Veröffentlicht am von Oliver Misch.

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Es ist die erste Frage in fast jedem Erstgespräch und gleichzeitig die, auf die man im Netz die nebligsten Antworten findet: Was kostet eine Website? Die ehrliche Antwort lautet: von ein paar hundert Euro bis weit in den fünfstelligen Bereich ist alles am Markt. Das klingt nach Ausweichen, ist aber der Kern des Problems, denn hinter dem Wort Website stecken völlig verschiedene Produkte. Dieser Beitrag bringt Ordnung in die Zahlen, damit Sie Angebote einordnen können statt sie glauben zu müssen. Er stammt aus der Praxis einer Agentur, die seit 2009 Websites baut und ihre Preise schriftlich vorab nennt.

Die realistischen Preisspannen

Für eine professionell erstellte Unternehmens-Website mit den üblichen Seiten, also Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt und Impressum, beginnen seriöse Angebote bei rund 900 bis 1.500 Euro. In dieser Klasse bekommen Sie sauberes Design auf bewährter Basis, mobile Darstellung, Grundoptimierung für Google und rechtssichere Pflichtseiten. Die Mehrheit der kleinen und mittleren Unternehmen landet je nach Umfang zwischen 1.500 und 5.000 Euro, etwa wenn individuelle Gestaltung, mehr Unterseiten, professionelle Texte oder besondere Funktionen dazukommen. Online-Shops und Individualentwicklungen spielen in einer eigenen Liga und starten realistisch im mittleren vierstelligen Bereich. Alles darunter, Stichwort Website für 199 Euro, bezahlen Sie an anderer Stelle: mit Mietmodellen, Werbeeinblendungen oder einer Seite, die niemand findet.

Was den Preis wirklich treibt

Der größte Faktor ist nicht die Technik, sondern die Arbeit an Struktur und Inhalt. Eine Website mit fünf durchdachten Seiten ist schneller gebaut als eine mit fünfundzwanzig, und Texte, die verkaufen, schreiben sich nicht von selbst. Danach kommt die Gestaltung: Ein individuelles Design kostet mehr als eine angepasste Vorlage, sieht dafür aber nach Ihnen aus und nicht nach Baukasten. Der dritte Treiber sind Funktionen, also Terminbuchung, Mehrsprachigkeit, Anbindungen an andere Systeme oder ein geschützter Kundenbereich. Und schließlich die Sichtbarkeit: Ob Suchmaschinenoptimierung von Anfang an mitgedacht wird oder später teuer nachgerüstet werden muss, macht im Gesamtpreis und vor allem im Ergebnis einen erheblichen Unterschied.

Die laufenden Kosten nicht vergessen

Zur ehrlichen Rechnung gehören auch die Posten nach dem Livegang. Domain und Hosting kosten je nach Anspruch zwischen fünf und dreißig Euro im Monat. Dazu kommt die Pflege: Sicherheitsupdates, kleine Anpassungen und ein Ansprechpartner, wenn etwas klemmt. Manche Anbieter verstecken hier ihre Marge und binden Sie mit Wartungsverträgen, die mehr kosten als die Website selbst. Fragen Sie deshalb vor der Beauftragung, was monatlich anfällt, was darin enthalten ist und ob Sie die Website bei einem Wechsel mitnehmen können. Bei einem fairen Anbieter gehört Ihnen die Seite, nicht ihm.

Woran Sie unseriöse Angebote erkennen

Ein paar Warnsignale tauchen immer wieder auf. Erstens: Es gibt keinen schriftlichen Festpreis, sondern nur Stundensätze mit vagen Schätzungen, das Risiko liegt dann komplett bei Ihnen. Zweitens: Mietmodelle mit langen Laufzeiten, bei denen Sie nach drei Jahren mehr bezahlt haben als eine gekaufte Website kostet und am Ende trotzdem mit leeren Händen dastehen. Drittens: Baukasten-Seiten, die als individuelle Programmierung verkauft werden. Viertens: Traumpreise ohne Gegenleistung, denn niemand baut für 199 Euro eine Website, die Texte, Design, Technik und Beratung enthält. Rechnen Sie den Aufwand einmal ehrlich in Arbeitsstunden um, dann entlarvt sich das meiste von selbst.

Warum wir mit Festpreisen arbeiten

Wir haben uns vor Jahren entschieden, jeden Auftrag mit einem schriftlichen Festpreis zu starten. Nicht weil sich Aufwand immer exakt vorhersagen lässt, sondern weil das Risiko dafür bei uns liegen soll und nicht bei Ihnen. Sie wissen vorher, was Ihre Website zum Festpreis kostet, und dieser Preis gilt. Was ein Projekt konkret braucht, klären wir in einem kurzen Gespräch, danach bekommen Sie das Angebot schwarz auf weiß. Wie wir dabei arbeiten und was eine Website von uns auszeichnet, zeigt die Seite zu unserem Webdesign aus Bonn im Detail.

Selbst machen oder machen lassen?

Die günstigste Website ist auf dem Papier die, die Sie selbst mit einem Baukasten zusammenklicken. Für einen Verein oder ein reines Hobby kann das völlig reichen. Für ein Unternehmen lohnt eine andere Rechnung: Was kostet Ihre eigene Arbeitszeit und was kostet es, wenn die Seite keine Anfragen bringt? Wer zwanzig oder dreißig Stunden in Vorlagen, Texte und Technik steckt, hat den Agenturpreis in eigener Zeit längst bezahlt, nur ohne das Ergebnis eines Profis und meist ohne echte Sichtbarkeit bei Google. Dazu kommt der Wartungsaspekt: Beim Baukasten sind Sie dauerhaft an den Anbieter und seine monatlichen Gebühren gebunden. Unsere ehrliche Empfehlung lautet deshalb: Rechnen Sie beide Wege einmal komplett durch, mit Ihrer Zeit als Kostenfaktor. Danach ist die Entscheidung meist eindeutig, in die eine oder die andere Richtung.

Worauf Sie am Ende bestehen sollten

Eine gute Website ist kein Kostenpunkt, sondern eine Investition mit messbarem Rückfluss: Sie bringt Anfragen, spart Erklärarbeit und arbeitet rund um die Uhr. Die passende Frage ist deshalb nicht, was die billigste Website kostet, sondern was eine Website kosten darf, die ihren Preis wieder einspielt. Realistische Zahlen, klare Leistungsbeschreibung und ein schriftlicher Preis vorab sind die drei Dinge, auf die Sie bestehen sollten. Wer Ihnen eines davon verweigert, hat seine Antwort schon gegeben.

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