Den Cookie-Banner einfach erklärt, ohne Fachchinesisch und mit Beispielen aus der Praxis.
Ein Cookie-Banner ist das Fenster, das beim ersten Besuch einer Website erscheint und fragt, ob Sie bestimmte Dienste erlauben. Fachleute sprechen auch von einem Consent-Banner, denn es geht um Ihre Einwilligung. Ohne diese Zustimmung dürfen viele Statistik- und Marketingdienste gar nicht erst geladen werden.
Cookies sind kleine Textdateien, die eine Website im Browser speichert. Manche sind für den Betrieb nötig. Sie merken sich zum Beispiel, was im Warenkorb liegt oder dass Sie eingeloggt sind. Andere dienen dazu, Besucher über mehrere Seiten oder sogar über mehrere Websites hinweg wiederzuerkennen. Für diese zweite Art braucht es eine Einwilligung. Das gilt übrigens nicht nur für Cookies sondern für alle Techniken, die Informationen auf dem Gerät speichern oder auslesen.
Die Grundlage ist § 25 des TDDDG, das bis Mai 2024 TTDSG hieß. Danach brauchen Sie eine Einwilligung, sobald Sie etwas auf dem Gerät des Besuchers speichern oder auslesen, das für den Betrieb der Website nicht unbedingt nötig ist. Typische Fälle sind:
Setzen Sie nur technisch notwendige Cookies ein, brauchen Sie keinen Banner. Für viele kleine Websites ist das die einfachste Lösung. Eine Datenschutzerklärung brauchen Sie natürlich trotzdem.
Gerichte und Datenschutzbehörden sind hier inzwischen recht deutlich. Ablehnen muss genauso einfach sein wie Zustimmen. Ein Banner mit großem Knopf für „Alle akzeptieren“, bei dem man zum Ablehnen erst in die Einstellungen muss, ist angreifbar. Ein sauberer Cookie-Banner hat deshalb:
Wichtig ist auch die Technik dahinter. Die Dienste dürfen erst laden, wenn die Zustimmung da ist. Viele Banner sehen ordentlich aus und laden Google Analytics trotzdem schon beim ersten Aufruf. Das fällt nur auf, wenn man genau nachsieht.
Wer Google Ads oder Google Analytics nutzt, braucht zusätzlich den Consent Mode. Er gibt die Entscheidung des Besuchers an Google weiter. Seit März 2024 verlangt Google ihn für Besucher aus dem Europäischen Wirtschaftsraum. Fehlt er, funktionieren Remarketing und Teile der Messung nicht mehr richtig. Dann wissen Sie nicht mehr, welche Anzeigen wirklich Anfragen bringen. Das kostet Werbebudget.
Mehr zu Impressum, Datenschutz und Abmahnungen lesen Sie in unserem Beitrag zur Rechtssicherheit für Ihre Webseite. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung. Was für Ihre Website konkret gilt, klärt im Zweifel ein Anwalt.
Verwandte Begriffe sind BFSG und SSL-Zertifikat. Alle Begriffe finden Sie im Glossar.
Wir prüfen, welche Dienste auf Ihrer Website laden und ob der Banner richtig arbeitet. Bei unseren Projekten richten wir das von Anfang an sauber ein.
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