Glossar

SSL-Zertifikat einfach erklärt

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Das SSL-Zertifikat einfach erklärt, ohne Fachchinesisch und mit Beispielen aus der Praxis.

Ein SSL-Zertifikat sorgt dafür, dass die Verbindung zwischen Ihrer Website und dem Browser Ihrer Besucher verschlüsselt ist. Sie erkennen das am „https“ vor der Adresse und am Schloss in der Adresszeile. Technisch heißt das Verfahren heute TLS. Der alte Name SSL hat sich im Alltag aber gehalten.

Warum jede Website ein SSL-Zertifikat braucht

Ohne Verschlüsselung könnten Dritte mitlesen, was Besucher in ein Formular eingeben, etwa Namen, Telefonnummern oder Passwörter. Browser wie Chrome, Firefox oder Safari markieren solche Seiten deshalb als „nicht sicher“. Viele Besucher sind dann sofort weg. Google wertet https außerdem als kleinen Pluspunkt im Ranking. Und wer ein Kontaktformular betreibt, braucht die Verschlüsselung schon aus Gründen des Datenschutzes.

Kostenlos oder kostenpflichtig?

Für die meisten Websites reicht ein kostenloses Zertifikat völlig aus, zum Beispiel von Let’s Encrypt. Es verschlüsselt genauso sicher wie ein gekauftes. Viele Hoster richten es automatisch ein und verlängern es von selbst. Kostenpflichtige Zertifikate prüfen zusätzlich das Unternehmen hinter der Website. Das kann für Banken oder große Shops sinnvoll sein. Für eine normale Firmenwebsite ist es nicht nötig.

Wenn das SSL-Zertifikat abgelaufen ist

Jedes Zertifikat gilt nur für eine bestimmte Zeit und diese Zeit wird immer kürzer. Seit dem 15. März 2026 dürfen neue Zertifikate höchstens 200 Tage gültig sein. Ab März 2027 sind es 100 Tage und ab März 2029 nur noch 47 Tage. Zertifikate von Let’s Encrypt laufen ohnehin schon nach 90 Tagen ab. Eine Verlängerung von Hand ist damit kaum noch machbar. Sie muss automatisch laufen.

Läuft ein Zertifikat ab, zeigt der Browser eine große Warnung. Statt Ihrer Website sehen Besucher den Hinweis, dass die Verbindung nicht privat ist. Kaum jemand klickt sich da durch. Typische Ursachen sind:

  • Die automatische Verlängerung hängt, zum Beispiel nach einem Umzug oder einer Änderung an der Domain.
  • Domain und Website liegen bei verschiedenen Anbietern und die DNS-Einstellungen passen nicht mehr zusammen.
  • Die Rechnung beim Hoster wurde nicht bezahlt.
  • Der Webdesigner hat das Zertifikat damals von Hand eingerichtet und ist heute nicht mehr erreichbar.

Seit 2025 verschickt Let’s Encrypt außerdem keine Erinnerungen mehr per E-Mail, bevor ein Zertifikat abläuft. Wer sich darauf verlassen hat, merkt den Fehler oft erst, wenn Kunden anrufen.

Ein abgelaufenes Zertifikat ist häufig das erste Zeichen dafür, dass sich niemand mehr um Ihre Website kümmert. Reagiert Ihr Webdesigner nicht mehr, finden Sie auf unserer Seite Webdesigner nicht erreichbar die nächsten Schritte. Hosting mit automatisch verlängerten Zertifikaten bieten wir auch selbst an, mehr dazu unter Domains und Hosting.

Verwandte Begriffe sind Domaininhaber und Cookie-Banner. Alle Begriffe finden Sie im Glossar.

Ihre Website zeigt eine Warnung?

Wir finden die Ursache und bringen das Zertifikat wieder zum Laufen. Danach verlängert es sich automatisch.

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